26.09.2025
14 Balkonkraftwerke zur Einsparung von Nebenkosten
Pilotprojekt Budapester Straße 5
In Zeiten steigender Energiepreise und wachsenden Umweltbewusstseins gewinnen erneuerbare Energien weiter an Bedeutung. Nicht umsonst beschäftigt sich der Vorstand der WG Schuckert seit einiger Zeit mit der Frage, wie die Nutzung von z.B. Solarenergie die Reduzierung der sogenannten „zweiten Miete" - den Nebenkosten bewirken und gleichzeitig zu einer Verbesserung der unternehmenseigenen CO²-Bilanz führen kann. Dabei gilt es die Refinanzierung der Investitionskosten zu beachten, Verwaltungsaufwand einzukalkulieren und gesetzliche sowie steuerrechtliche Hürden zu meistern.
Unter Berücksichtigung aller Aspekte geht die WG Schuckert mit einem Pilotprojekt an der Budapester Straße 5 nun einen, im Vergleich zu bekannten Mieterstrommodellen, unkonventionellen Weg. Im Vordergrund steht dabei der satzungsgemäße Auftrag der Genossenschaft - die Förderung ihrer Mitglieder.
Im Rahmen der aktuell laufenden Modernisierungsmaßnahme investiert die Wohnungsgenossenschaft in 14 Balkonkraftwerke. Installiert werden pro Balkon Photovoltaik-Module mit einer Leistung von 800 Watt. Zusätzlich erhält jede der Wohneinheiten einen Batteriespeicher mit 2,2 kWh Speicherkapazität. Die durch diese Installationen produzierte und gespeicherte Energie reduziert den Stromzukauf und kommt damit dem Portemonnaie der jeweiligen Wohnungsnutzer zugute. Auf separate Abrechnungen kann gänzlich verzichtet werden, Verwaltungsaufwand entsteht keiner; eben ein „direktes Mieterstrommodell" so Vorstand Sebastian Schuster. „Die steigenden Stromkosten belasten viele Haushalte. Ein Balkonkraftwerk hilft Stromkosten - und damit Wohnnebenkosten - zu senken, indem direkt vor Ort produzierter Strom sofort, oder über eine Batterie gespeicherter Strom bei Bedarf, genutzt werden kann." so Schuster. „Überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist und Mieter, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, können so mit einem Balkonkraftwerk aktiv zur Reduzierung des CO²-Fußabdrucks beitragen. Ein rundum gutes Modell, das auch, wenn wirtschaftlich darstellbar und sinnvoll anwendbar, in anderen Wohnanlagen zum Einsatz kommen wird. Unsere Genossenschaft geht hier einfach mit Pioniergeist voran."
Neben diesem direkten Mieterstrommodell befasst sich die WG Schuckert bereits seit Monaten mit Möglichkeiten der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung und installiert im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen weiterhin PV-Anlagen mit Batteriespeicher zur Reduzierung der Nebenkosten im Bereich des Hausallgemeinstroms.